Fortifikation Hauenstein

Die Fortifikation Hauenstein war das grösste Festungsbauwerk der Grenzbesetzung in der Nordwestschweiz während des Ersten Weltkriegs. Sie befindet sich auf den Höhen des Faltenjuras, wo die Kantone Basel-Landschaft und Solothurn aufeinander treffen.

Die Fortifikation Hauenstein wurde während des Ersten Weltkriegs erstellt. Sie diente dem Schutz des Eisenbahnknotenpunkts Olten, der Verhinderung eines feindlichen Einbruchs ins Mittelland und zur Vermeidung einer „Abkürzung“ für die deutsche Armee nach Frankreich, respektive für die französische Armee in den deutschen Raum. Gebaut wurde die Fortifikation, weil zwischen Aarau und Balsthal auf einem Abschnitt von nur 30 Kilometern zehn Jura-Übergänge vorhanden waren. Im August 1917 waren die meisten Bauten abgeschlossen: Die Fortifikation erstreckte sich über 48 Kilometer, die Feuerlinie mit Verbindungsgräben war über 27 Kilometer lang, insgesamt gab es Stellungen für 126 Geschütze, 8 Telefonzentralen und 26 Kilometer neu gebaute Bergstrassen. Insgesamt wurden für die Bauten rund 2 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Im Ernstfall hätte die Fortifikation für rund 42‘000 Soldaten und 8000 Pferde Platz geboten.
An der Belchensüdstrasse zwischen Kallhöhe und der Belchenfluh erinnern zahlreiche Wappen an die am Bau beteiligten Truppen, die sich im Fels verewigten.

auf Google Maps anzeigen

Fortifikation Hauenstein