Wasserfallen – der Baselbieter Überberg

Was die Gornergratbahn fürs Wallis, die Rigibahn für die Zentralschweiz und die Jungfraubahn fürs Berner Oberland ist, ist die Wasserfallenbahn für die Region Basel: ein Aushängeschild. Zwar keine Zahnradbahn, sondern eine Gondelbahn, dafür eben umso luftiger.

10.00 Uhr - *** Anreise durchs Föiflibertal ***
An schönen Tagen kommt der kleine Luftseilbahn-Parkplatz im Dorfteil Oberbiel an den Anschlag. Zwar gibt es viele Pufferparkplätze, aber die Idee, gleich mit der Autobus AG-Linie 70 – dem sogenannten Reigoldswiler von Basel via Liestal Bahnhof anzureisen – ist nicht die dümmste. So lässt sich auch die Anfahrt durch das malerische „Föiflibertal“ entspannter geniessen.
https://autobus.ag/

10.30 Uhr – *** Bergstation Wasserfallen ***
Die Gondelfahrt zur Bergstation dauert gute acht Minuten. Oben angekommen, wundern sich manche Besucher, warum die Bahn nicht bis ganz oben fährt. Das wäre touristisch zwar hoch willkommen, aber ein solches Projekt wurde beim Neubau der Bahn im Jahr 2006 aus Gründen der Finanzen und einer absehbaren Umsetzung verworfen. Immerhin: Auf diese Weise muss halt noch etwas leisten, wer die Alpen sehen will. Ohne Fleiss kein Preis. Und dieser ist wahrlich nicht klein. Vom Chellenchöpfli aus, einem der beliebtesten Baselbieter Aussichtspunkte, winken Eiger, Mönch und Jungfrau. Gerade der kalten Jahreszeit ist das famose Dreigestirn oft sanft gebettet in das Nebelmeer, welches das Mittelland verhüllt. Man muss nämlich wissen: Der Jurabogen ist ein echter Nebelwächter. Von November bis März scheint die Sonne signifikant mehr in der Region Basel als der Restschweiz, Berge natürlich ausgenommen.
https://www.region-wasserfallen.ch/

10.30 Uhr – *** Nationalsport Nr. 1: Wandern ***
Die Parade-Wandertour auf den Wasserfallen ist die Route 470 von SchweizMobil (10 Kilometer, abkürzbar). Auf den Kretenwegen rund um die Wasserfallen dominiert die Aussicht in alle Himmelsrichtungen: Im Nordwesten grüssen Schwarzwald und Vogesen, im Süden die Alpen.
https://www.schweizmobil.ch/de/wanderland/routen/route-0470.html
Wer Kinder im Schlepptau hat, dann den Spiess umkehren. Mit dem OL von Swiss-O-Finder wird die mühselige Wanderung zum Spiel und es kann den Kids nicht schnell genug gehen. Auf sechs möglichen Routen gilt es die Posten zu finden. Wer die Aufgabe löst, bekommt im Heidis Stübli eine kleine süsse Überraschung. Karten und Infos sind ein bei der Bergstation erhältlich.

12.30 Uhr – *** Bergbeizen mit Charme ***
Unterwegs lässt sich auch eine regelrechte Bergbeiz-Trophy veranstalten. Das Heidis Stübli punktet mit seinem grossen Spielplatz (ab 2020), das Bergrestaurants Waldweid und Obere Wechte mit der Alpsicht, der Vogelberg mit seinem idyllischen Blick ins Bogental und die Hintere Wasserfallen ist mit Fondue auch für grosse Gruppen gewappnet.
Wer lieber selber eine Wurst ins Feuer hält, wird auch fündig. Die schönsten Feuerstellen sind auf dem Weg von Bergstation zur Waldweid, oben auf der Hintere Egg oder oberhalt der Hintere Wasserfallen.
https://www.region-wasserfallen.ch/gastronomie/

15.00 Uhr - *** Trottiplausch ***
Vom Ausflug restlos begeistert werden Kinder sein, wenn sie mit den Trottis ins Tal flitzen dürfen. Kinder unter 12 fahren mit Erwachsenen mit. Aber auch denen treibt die 4 Kilometer lange rasante Abfahrt ein Lächeln ins Gesicht, das immer mehr zu einem breiten Grinsen wird. Die Trottinetts können an der Talstation der Luftseilbahn in Reigoldswil gemietet werden. Selbstredend, dass im Winter die Trottis durch Davoser-Schlitten ersetzt werden!
https://www.region-wasserfallen.ch/angebote/trotti-plausch/

16.00 Uhr - *** Glacé besser als beim Italiener ***
Das unter Denkmalschutz stehende Gasthaus wurde bereits 1593 in den Geschichtsbüchern erwähnt. Der alte Bau ist zum Teil noch heute erhalten und erkennbar an den Gotischen Fenstern mit dem überhöhten Mittelteil aus dem 16. Jahrhundert. Doch das beste am Gasthaus ist nicht mal unbedingt sein architektonischer Charme, sondern seine Glacé. Wirt Silvan Degen ist weitherum bekannt für seine eigenes Eis-Sortiment, da müssen sich selbst Italiener vorsehen. Auch sonst isst man im Gilde-Restaurant ausgezeichnet, von Währschaft im Stammlokal bis gediegen im Stübli.
https://www.sonnereigoldswil.ch/

Am ersten Sonntag im Monat - *** Dorfmuseum „Im Feld“ ***
Nicht unerwähnt soll die Möglichkeit eines Abstechers ins Dorfmuseum „Im Feld“ sein (oberhalb Dorfplatz Richtung Oberdorf), sollte es per Zufall ein ersten Sonntag im Monat sein. Dann öffnet das in einem alten Bauernhaus untergebrachte Museum nämlich seine Tore. An den Nachmittagen zwischen 14 und 17 Uhr wird der restaurierte Webstuhl in Betrieb gesetzt und man darf miterleben, wie schöne Bändeli gewoben werden.
http://feld-reigoldswil.ch/